Die Caravaning Branche boomt, sie ist innovativ und interessiert sich zunehmend für Design. Beste Voraussetzungen also für den caravaning design award! Anlässlich des CARAVAN SALON DÜSSELDORF 2006 vergab die Messe Düsseldorf den Designpreis zum dritten Mal für besonders innovative Produkte der Reisemobil- und Caravanindustrie. Organisiert wird der Branchenwettbewerb von red dot projects.
Breites Spektrum von Produkten preiswürdig
Die Experten-Jury bestehend aus Adi Kemmer, Leiter des Geschäftsbereichs Outdoor-Freizeit der Motor Presse Stuttgart, Tom Schönherr, Geschäftsführer von Phoenix Design, Thomas Seidelmann, Chefredakteur von „Reisemobil International“ und Prof. Dr. Peter Zec, Leiter des Design Zentrums Nordrhein Westfalen und Präsident des International Council of Societies of Industrial Design (Icsid), zeichnete am vergangenen Donnerstag in Düsseldorf 12 Produkte mit dem „caravaning design award: innovations for new mobility“ aus. Das Spektrum der Produkte, die den begehrten Preis erhielten, reicht vom Reisemobil bis zum Handtuchtrockner, vom Vorzelt bis zur Satellitenschüssel.
Alle Preisträger auf einen Blick
„caravaning design award: best practice“
Sonderpreis
„caravaning design award: innovations for new mobility“
Gutes Design muss nicht teuer sein
Einhellig begeistert zeigte sich die Jury vom Konzept der GFB GmbH aus Großenhain. „Die Caravans Paul & Paula zeigen, dass gutes Design nicht teuer sein muss“, so Thomas Seidelmann von Reisemobil International. „Sie zeichnen sich durch schlichte, klare Linien und eine gelungene Farbgebung aus. Dabei bleiben Sie mit sechs- bis siebentausend Euro bezahlbar.“ Auch technische Komponenten wie die Unterflursteckdose SWING der Reich GmbH aus Eschenburg, konnten durch eine intelligente und ansprechende Gestaltung überzeugen. Caravaning Experte Adi Kemmer zeigte sich besonders angetan von diesem System: „Die Steckdose ist typisch für diese Branche: Sie wurde aus der Praxis entwickelt, wertet das gesamte Äußere des Fahrzeugs auf, indem sie Komponenten versteckt, die sonst notgedrungen in die Außenwand integriert sind und ist äußerst praktisch in der Handhabung. Man wundert sich eigentlich, dass es so eine Idee nicht früher schon gab.“ Kemmer ist überzeugt, dass sich die Steckdose innerhalb kürzester Zeit durchsetzen wird. Preislich in einer anderen Liga spielt der Sprinter JAMES COOK. Dafür ist er aber auch ein Fahrzeug bei dem „bis ins Detail alles stimmt“, wie Professor Zec vom Designzentrum NRW feststellte. Der JAMES COOK überzeugte die Jury durch die hohe Qualität von Materialien und Verarbeitung sowie intelligente Lösungen und elegante Formen im Innenraum.
Caravaning Branche kann von anderen Branchen lernen
Eine „dramatische Entwicklung“ habe die Caravaning Branche in Sachen Design in den letzten Jahren durchlaufen, stellten die Jurymitglieder angesichts der eingereichten Produkte fest. „Im Vergleich zu den Vorjahren ist eine deutliche Qualitätssteigerung bei den eingereichten Produkten zu beobachten“, so Professor Zec, der den caravaning design award seit seinen Anfängen 2002 als Juror unterstützt. Allerdings gingen den Juroren die Ansätze oft noch nicht weit genug: „Verglichen mit den entsprechenden Produkten aus dem Wohnumfeld ist die Qualität der Produkte noch vergleichsweise niedrig. Küchen- und Baddesign sind schon viel weiter als man es hier sieht, auch die Material- und Verarbeitungsqualität ist im Heimbereich höher“, erklärte der Designer Schönherr. Seine Jurykollegen stimmten ihm zu: Die Caravaning Branche könnte sich noch mehr an Wohnausstattungen und Möbeldesign sowie am Automobildesign der PKW orientieren. Gleichzeitig öffne die Caravaning Branche Herstellern aus anderen Bereichen als Zulieferer von hochwertigen Freizeitfahrzeugen einen bisher unentdeckten, boomenden Markt.
Informationen und Neuigkeiten zum CARAVAN SALON finden Sie laufend im Internet unter www.caravan-salon.de.